stephan waldscheidt, schriftsteller

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Schreibtipps, ganz lose notiert

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Aktuelle Tipps, wie Sie Romane schreiben, veröffentlichen, vermarkten und Ihre Leser verzaubern finden Sie drei mal wächentlich in meinem Blog schriftzeit -->

Eine nette Kritik über mein Blog für Romanschreiber, schriftzeit.de:

»Hier schreibt jemand, der weiß, wovon er spricht, darüber, wie man besser schreibt, und er tut dies auch noch auf eine sehr unterhaltsame Art. Jeder Tag bringt einen neuen, kompetenten und anschaulichen Artikel. Manches davon findet man in Schreibratgeber-Büchern, aber vieles auch nicht - und wenn ja, dann nicht unter diesem Blickwinkel. Waldscheidt erklärt vieles so, dass man es endlich kapiert - oder einsieht -, z.B. warum man auf Adjektive und Adverbien viel häufiger verzichten kann, als man denkt, und auf einen Prolog sowieso. Und sogar auf Erklärungen. Was einen Bösewicht böse macht und wie man Schicksal von Zufällen unterscheidet. Und noch viel mehr.
Ein Besuch bei schriftzeit lohnt sich für jeden kreativen Schreiber. Bitte glauben Sie mir. Lesen Sie selbst. Und schreiben Sie fortan besser.«
(Susanne Feiner)

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Seien Sie (ein netter) Sadist: Der Leser will gequält werden

Die Beziehung zwischen einem Autor von fiktionalen Texten und dem Leser hat etwas Intimes. Es spielt keine Rolle, ob Sie als Autor oder Leser das möchten oder ob Sie sich dessen bewusst sind, die Beziehung wird begründet, sobald der Leser das Buch aufschlägt, und sie wird gefestigt mit jedem treffenden Wort darin. Autoren von fiktionalen Texten sprechen Emotionen beim Leser an, wecken oder verstärken sie. Wenn sie das nicht tun, hat der Autor das falsche Medium gewählt und hätte besser ein Sachbuch geschrieben oder ein Pamphlet. Bei fiktionalen Texten geht es um Emotionen, Punkt. Alles weitere - Informationen über eine historische Persönlichkeit, über den Stand der Kriminologie oder Beschreibungen einer realen Stadt - ist bestenfalls die Basis, auf der die Emotionen gründen.

Die Beziehung zwischen einem Autor und seinem Leser ist nicht nur intim und voller Emotionen, sie ist sexuell, ja, sadomasochistisch. Nicht umsonst spricht man auch davon, den Leser auf die Folter zu spannen. Denn bei einem Roman oder einer Kurzgeschichte geht es um nichts anderes, als dem Leser seine Befriedigung - das Ende der Geschichte oder einzelner Handlungsstränge - vorzuenthalten. Und je raffinierter der Autor das tut, desto lustvoller wird für den Leser der Weg bis zum Höhepunkt. Damit Ihnen Ihr Leser bei all diesen Spielchen nicht davonrennt, müssen Sie ihn zunächst einmal fesseln, mit einem emotionalen Band. Dieses Band zu knüpfen, ist die Aufgabe der ersten Seiten Ihrer Geschichte, danach sollten Sie mit dem Quälen beginnen.

Wie Sie im Einzelnen vorgehen können und welche Tricks die Profis verwenden, lesen Sie in meinem Artikel Wie Sie Ihre Leser aufs Angenehmste quälen im textart-Magazin 3 / 2009, das Sie sich hier bestellen können.

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Wenn Sie einen handlungsorientierten (plotorientierten) Roman schreiben möchten, ist es hilfreich, ein Exposé vorab zu schreiben - man kauft sich die Straßenkarte besser, bevor man losfährt und nicht erst, wenn man sich verfahren hat.
Je weniger Erfahrung Sie als Autor beim Romane schreiben haben, desto mehr Nutzen ziehen Sie aus diesem Vorgehen. Es macht weniger Arbeit, kostet weniger Lebens- und Schreib-Zeit (und bereitet weit weniger Verdruss), an einem dreiseitigen Exposé herumzufeilen, bis es stimmig ist, als einen ganzen Roman umzuschreiben.

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Beobachten Sie Schauspieler! Wie füllen die ihre Rolle aus, was tun sie, um Besonderes zu erzeugen? Auch schlechte Schauspieler können helfen: Was genau ist es, was uns an ihnen stört, was finden wir schlecht an ihrer Bekleidung der Rolle?

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Schreiben hilft beim Denken. Bevor Sie eine Idee im Kopf auswalzen, nehmen Sie Stift und Papier zur Hand. Schreiben Sie sie auf, malen Sie - auf dem Blatt ergeben sich sofort neue Verbindungen und weiterführende Ideen.

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Verlegen kommt von vorlegen - die Autoren schreiben, die Verlage zahlen die Veröffentlichung und sorgen für den Verkauf des Buches. Lassen Sie sich nichts anderes weismachen. Fallen Sie nicht auf schwarze Schafe herein (so erkennen Sie schwarze Schafe). Hilfreiche Tipps dazu finden Sie beim

Aktionsbündnis für faire Verlage, einer Initiative deutscher, österreichischer und schweizerischer Autorenverbände.

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Es hilft, vor dem Schreiben einer Szene möglichst viel zu wissen - über die Charaktere, den Plot, die Backstory, die recherchierte Welt. Dann läuft das Schreiben leichter, man darf seiner Intuition vertrauen, 'es laufen lassen'.

Elizabeth George drückt es so aus: Man hat die Arbeit im Schreibhandwerk getan und kann sich jetzt ganz auf die Schreibkunst konzentrieren.

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Was können Sie mit Absätzen bewirken?
1. Mit Absätzen nach Sinneinheiten gliedern 2. Mit Absätzen optisch gliedern
3. Mit Absätzen gewichten
4. Mit Absätzen das Tempo steuern
5. Mit Absätzen den Rhythmus steuern
6. Mit Absätzen Dialoge vom übrigen Text abgrenzen
7. Mit Absätzen die Gewichtung in Dialogen steuern
8. Mit Absätzen eine Rückblende einleiten und verlassen
9. Weitere Abgrenzungen mittels Absätzen

Mehr dazu ...

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Adjektive sind verführerisch, besser und ohne Adjektiv gesagt: sie verführen uns zur Bequemlichkeit. Sie werden überschätzt, weil sie den Anschein erwecken, Tiefe und Farbigkeit in einen Text zu bringen. Am zu großzügigen Einsatz von Adjektiven erkennt man häufig den Anfänger - oder den Schreiber von weniger anspruchsvollen Texten. Schund, Kitsch und Kolportage setzen auf Adjektive. Auf die falschen. An den falschen Stellen. Der wohlfeile Vorrat an Adjektiven (es gibt ja genug, und als begnadeter Autor kennt man natürlich die meisten) verleitet manchen dazu, Dinge zu beschreiben, die nicht beschrieben werden müssen: zur Weitschweifigkeit.

Wann man auf Adjektive setzt und wann man lieber auf sie verzichten sollte, steht ausführlich und mit vielen Beispielen illustriert in meinem Artikel 'Kampf dem Beiwort?' im textart-Magazin Nr. 2 / 2007.
Das Heft bestellen können Sie hier.

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»Wie professionell man arbeitet, zeigt sich am Umgang mit fremden Ideen und Kritik. Was die Geschichte stärker und klarer macht, sollte man nutzen, egal von wem es kommt.«

(Stefanie Bense im Tempest 9-12 vom Dezember 2007)

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Wenn Sie schon immer wissen wollten, wie man einen Roman nicht schreibt, empfehle ich Ihnen mein Buch Schreib den verd... Roman - Die simple Kunst einen Bestseller zu verfassen (Ein Anti-Ratgeber).

Mehr dazu ...

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Kennen Sie schon Honeyball Lektor, die Nemesis jedes gesunden Autors und mein inzwischen inhaftiertes Alter Ego? Wenn nicht, dann haben Sie hier die Gelegenheit, ihn kennen (und fürchten) zu lernen. Ich garantiere, dass ich freundlicher mit Ihren Texten umgehen werde.


(c) Stephan Waldscheidt 1997-2010

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